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RFID öffnet Hotelzimmer

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A&O Hotels und Hostels implementiert Lösung in Hamburg und Düsseldorf

RFID-basierte Karten, die den sperrigen Hotelzimmerschlüssel für Gäste ersetzen sollen, hat die Unternehmensgruppe A&O Hotels und Hostels ganz aktuell in zwei Hotels in Hamburg und Düsseldorf eingeführt. Langfristig plant das Unternehmen zudem, dass die Gäste ihr Zimmer mit dem Handy öffnen können.

Dazu soll dem Gast nach der Reservierung auf Wunsch der "Schlüssel" direkt an das Mobiltelefon gesendet werden. „Am Anreisetag schicken wir per SMS die Zimmernummer und Wegbeschreibung auf das Handy des Gastes. Mit einer weiteren SMS wird der Chip im Handy für die Aufenthaltszeit als Schlüssel codiert“, erklärt Oliver Winter, Vorstand von A&O. Derzeit arbeitet die Hotelgruppe allerdings auch mit RFID-basierten Karten. „Natürlich sind derzeit noch viele Karten mit einem RFID-Chip in Gebrauch. Aber mit der neuen Generation von Handys werden diese Karten dann überflüssig. Wir rechnen mit einer Umsetzung in unseren Häusern bis Ende des Jahres“, erhofft sich Winter. Die Wahl, ob Handy oder Karte, bleibt dem Gast derzeit noch überlassen.

Seit rund einem Monat kommt die Lösung in dem neu eröffneten „A&O Hamburg Reeperbahn“ in Hamburg sowie ab Anfang August im A&O Hotel and Hostel in Düsseldorf zum Einsatz. "Je Haus sind 10 000 Transponderkarten im Umlauf", informiert Vorstandsmitglied Winter. Codiert werden durch das Schließsystem neben den Hotelzimmern auch allgemeine Bereiche, beispielsweise die Zugangskontrolle für den Eingangsbereich. Zudem bietet die Hotelgruppe sogenannte 'Wii-Lounges' an, in denen mehrere dieser Spielekonsolen für die Gäste zur Verfügung stehen. Der Zutritt zu diesen Räumen ist lediglich mit den RFID-basierten Karten möglich.

Die Hausleiter der beiden Hostels in Hamburg und Düsseldorf nutzen das Handy bereits heute, um Informationen zu den einzelnen Zimmern zu entnehmen. "Mithilfe der NFC-Technologie liest der Hausleiter über ein Mobiltelefon die Schlösser aus und erfährt, welche Person zu welchem Zeitpunkt welches Zimmer gereinigt hat", berichtet Winter. Dies gestalte die Inventur der einzelnen Hotelzimmer transparent, lassen sich doch die letzten 2 000 Vorgänge an den einzelnen Schlössern speichern.

"Geplant ist die sukzessive Ausweitung auch auf die weiteren Hotels in Deutschland, Österreich und Prag innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre", gibt Winter Auskunft. Zunächst soll die Implementierung aber erst einmal in Hamburg und Düsseldorf sowie ab 2010 auch in Berlin und Köln getestet werden.

Text: RFID im Blick (JS)
Foto: Dot.ti (photocase.com)

 

 

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