Home Forschung und Entwicklung Sind Facharbeiter für den Arbeitsalltag von morgen qualifiziert?

Sind Facharbeiter für den Arbeitsalltag von morgen qualifiziert?

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Automatisierte Produktionsprozesse rufen neue Anforderungen für den Menschen hervor.Studie des f-bb untersucht Auswirkungen des 'Internet der Dinge' in der industriellen Produktion

Welche Auswirkungen hat der verstärkte Einsatz des „Internet der Dinge" auf die künftige Qualifikation von Beschäftigten in der industriellen Produktion? Und mit welchen veränderten Anforderungsprofilen ist zu rechnen? Mit diesen und anderen Fragen befasst sich eine aktuelle Studie, die das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) im Auftrag vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative „Früherkennung von Qualifikationserfordernissen - FreQueNz" in Kooperation mit dem HSG-IMIT durchführt.

„Ziel der Studie ist es, frühzeitig zu definieren, wie zentral gesteuerte Produktionsprozesse in den nächsten drei bis fünf Jahren den Arbeitsalltag verändern und welche Anforderungen sich daraus beispielsweise an Techniker ergeben, wenn im Produktionsprozess Anlagen und Produkte miteinander kommunizieren", erläutert Dr. Silke Föst vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung.

Neben bereits etablierten Technologien wie IPC, Industrial Ethernet oder Soft-SPS spielen RFID, WLAN oder andere drahtlose Kommunikationstechnologien künftig eine größere Rolle in der Produktion. „Die bisherigen Ansätze zum Internet der Dinge sind sehr visionär. Unser Ziel ist es, möglichst realistische Anforderungen an den Alltag anhand konkreter Szenarien zu erarbeiten."

Gemeinsam mit dem HSG-IMIT hat das f-bb daher vier verschiedene Szenarien entwickelt, die in den kommenden Wochen gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert werden sollen. Schwerpunkt des ersten Szenarios ist das Condition Monitoring, die Überwachung und Wartung von Maschinen. Das zweite befasst sich mit dem digitalen Produktgedächtnis zur Überwachung von Produkten, bei dem dritten geht es um die Fragestellung wie Automatisierte KANBAN-Systeme den Warentransport intelligenter gestalten können. Den vierten Schwerpunkt soll die Selbstorganisierende Produktion bilden.

Laut Dr. Silke Föst werden die Szenarien bei einem ersten Arbeitstreffen am 14. August Wissenschaftlern in der SmartFactory in Kaiserslautern vorgestellt werden. Vertreten sein werden Forscher des ZMMI, der Universität St. Gallen, der BA Lörrach, der Fraunhofer-Institute IML und IPA sowie der Universität Freiburg.

Ende August werden diese Ergebnisse dann gemeinsam mit einem Expertenkreis aus der Praxis diskutiert, an dem ausgewählte Anwender sowie Systementwickler- und Anbieter teilnehmen. Anfang des kommenden Jahres sollen die Ergebnisse dann dem BMBF präsentiert werden. Die Studie, die im April 2009 startete, läuft noch bis März 2010.

Text: RFID im Blick (DK)
Bild: Hannover Messe

 

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